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Blockchain einfach erklärt

Als Blockchain wird in den meisten Fällen ein digitales Kassenbuch genannt, in welchem alle Transaktionen ihrer Teilnehmer in verketteten Blöcken festgehalten werden. Im Idealfall ist die Blockchain, wie zum Beispiel bei Bitcoin, öffentlich zugänglich und dezentral, also anders, als unser bestehendes Geldsystem. Durch diese beiden Eigenschaften wird ein hoher Grad an Transparenz und Sicherheit gewährleistet. Aktuell wird die Blockchain-Technologie hauptsächlich im Rahmen von Kryptowährungen benutzt, ihr Einsatzgebiet lässt sich jedoch auf sämtliche informationsverarbeitende Bereiche ausdehnen.

Definition Blockchain: Was ist eine Blockchain?

Im Rahmen von Kryptowährungen stellt die Blockchain ein öffentliches Kassenbuch dar, in das jeder reinschreibt, was er wem schuldet. Jeder hat Einblick in dieses Kassenbuch und weiß dementsprechend genau, wer wie viel Geld verschickt hat.

Stelle Dir vor, Du und Deine Freunde fahren gemeinsam in den Urlaub und ihr haltet auf einem Zettel fest, wer wie viel Geld ausgegeben hat. Am Ende der Reise addiert ihr alle Ausgaben auf und überprüft, wer mehr und wer weniger als die anderen bezahlt hat. Wenn Du zu wenig bezahlt hast, legst Du die Differenz in den Pot und wenn Du zu viel bezahlt hast, nimmst Du sie Dir dort heraus. Eine Blockchain ist genau dieser Zettel auf einer größeren Skala, der die Ausgaben, bzw. Transaktionen, aller Teilnehmer festhält.

Allerdings werden keine Nutzerdaten auf der Blockchain gespeichert, sondern lediglich Überweisungen von verschiedenen Konten. Die Kontonummern selbst stellen dabei eine Kette von 27-34 alphanumerischen Zeichen dar, sodass man theoretisch gar nicht weiß, wer der Besitzer von einem Konto ist.

Was kann eine Blockchain?

Als neutrales System der Informationsverarbeitung kann jeder bei der Blockchain mitmachen und hat die gleichen Rechte. Man könnte auch sagen:

Für den Algorithmus sind alle Menschen gleich.

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Das ist ein ganz andrer Ansatz, als in unserem bisherigen Geldsystem, welches die Ungleichverteilung der Vermögen provoziert. Das System Blockchain unterliegt dabei verschiedenen Regeln, wie zum Beispiel, dass eine Transaktion nur dann ausgeführt werden kann, wenn die Mittel dafür vorhanden sind (Lösung des „Double Spending“) oder eben, dass kein Teilnehmer diskriminiert, also ausgeschlossen, wird.

Das Besondere an der Blockchain ist, dass sie ohne Vertrauen in eine überwachende zentrale dritte Partei, wie etwa eine Zentralbank, auskommt. Vertrauen wird alleine durch den regelbasierten Code gewährleistet, der Manipulationsversuche schon im Keim erstickt. Die Blockchain ist öffentlich und wird somit dauernd von ihren Teilnehmern überwacht. Durch ihren dezentralen Charakter gibt es darüber hinaus auch keine zentrale Angriffsstelle für Hacker.

Neben der Blockchain als Kassenbuch gibt es noch alternative Verwendungsmöglichkeiten in nahezu sämtlichen Lebensbereichen. Durch die Tatsache, dass Informationen für die Ewigkeit manipulationssicher gespeichert werden, kann man zum Beispiel bei Besitzrechten, wie Immobilien oder geistigem Eigentum, im Gesundheitssektor als Datenbank seiner medizinischen Daten oder beim Identitätsmanagement, wie Reisepässen, Führerschein und Personalausweis von der Blockchain-Technologie profitieren.

Wie genau funktioniert eine Blockchain?

Eine Blockchain besteht aus einer Vielzahl an Informationsblöcken, die aneinandergereiht werden. Jeder Block enthält bei Kryptowährungen eine gewisse Anzahl an Transaktionen, eine Signatur des vorherigen Blocks und seine eigene Signatur. Ändert man auch nur ein Zeichen in einem Block, ändert sich seine Signatur vollständig. Eine Manipulation im Nachhinein würde dementsprechend sofort auffallen.

Die Teilnehmer einer Blockchain sind in der Regel User, Nodes und Miner:

  • Die User möchten die Blockhain lediglich für eigene Transaktionen nutzen und kollaborieren indirekt mit den Minern, indem sie ihren Wunsch, eine Transaktion auszuführen, öffentlich machen.
  • Die Miner wiederum nehmen diese Transaktionen entgegen und schreiben diese in den nächsten Block. Allerdings kann ein Block der verketteten Blockchain nur dann angefügt werden, wenn ein sehr schwieriges mathematisches Rätsel von einem Miner gelöst wird. Sobald ein Miner dieses Rätsel löst, darf er den nächsten Block an die Kette anhängen und alle anderen Miner hören somit auf, an dem Lösung des Rätsels zu arbeiten und widmen sich der Lösung des nächsten Rätsels, welches den Block nach dem neuen Block ermöglicht. Bei Bitcoin passt sich der Schwierigkeitsgrad der Rätsel alle zwei Wochen an und sorgt somit dafür, dass ca. alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden wird. Dieser Arbeitsaufwand wird auch „Proof of Work“ genannt.
  • Die Nodes (Knotenpunkte) sorgen vor allem dafür, dass die Blockchain dezentral ist. Sie speichern die komplette Transaktions-Historie (Blockchain) ab und verifizieren die Informationen von anderen Nodes. Dadurch wird gewährleistet, dass weltweit alle Teilnehmer „auf der gleichen Seite“ des Kassenbuchs sind – sprich die gleiche, aktuelle Version davon als Wahrheit akzeptieren.

Lese zum Thema auch: Warum der Bitcoin keine Golddeckung braucht.

Blockchain Fazit

Die Blockchain ist eine erstaunlich geniale Erfindung, die sämtliche Lebensbereiche revolutionieren wird. Allen voran haben Bitcoin, Ethereum & Co. das Potential, das existierende Schuldgeldsystem zu revolutionieren. Per Algorithmus ist bei Bitcoin beispielsweise die Geldmenge auf 21 Millionen Bitcoins gedeckelt, so dass es theoretisch keine Inflation mehr geben kann. Die Blockchain stellt dabei die technologische und kryptografische Grundlage dar, die dafür sorgt, dass keiner die Währung zu seinen Gunsten manipulieren kann. Eine Eigenschaft, die nicht nur das Interesse der Zentralbanken weltweit geweckt hat.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Blockchain und Kryptowährungen gemacht? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar! In Kürze wird zudem mein neues Buch zu diesem Thema erscheinen – also bleib gespannt 😉

 

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